Satzung des Vereins

§ 1   Name des Vereins, Geschäftsjahr


Der Verein führt den Namen „Willibrordi-Dombauverein“ und hat seinen Sitz und Gerichts-stand in Wesel. Er ist im Vereinsregister bei dem Amtsgericht in Wesel eingetragen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2   Zweck und Aufgabe des Vereins


(1)Der Verein hat den Zweck, den jahrhundertealten ehrwürdigen Willibrordi-Dom in Wesel, der durch Sprengbomben und Beschuss im Frühjahr 1945 auf das Schwerste ge-litten hat, vor weiterem Verfall zu schützen, seine Wiederherstellung zu betreiben und für seine künftige Unterhaltung zu sorgen. Er beschafft die Mittel für diese Arbeiten und stellt sie zur Verfügung. Diese Aufgaben nimmt der Verein für die Evangelische Kirchengemeinde Wesel als Bauherrin wahr.


In diesem Zusammenhang betreibt er im Auftrage der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel die Dombauhütte. Er stellt auch junge Menschen und Arbeitslose ein.

(2)
Der Verein ist damit tätig im Sinne der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Evangelischen Kirche.

 

§ 3   Gemeinnützigkeit und Zugehörigkeit zum Spitzenverband


(1)
Der Verein erfüllt unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige, mildtätige und kirch-liche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstige Zwecke“ der Abgabenord-nung. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaft-liche Zwecke.


(2)
Die Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder als solche erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereines. Keine
Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereines fremd sind, oder durch un-verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


(3)
Der Verein ist Mitglied des als Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege anerkannten Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland und dadurch zugleich dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen.


§ 4   Mitgliedschaft


Mitglied des Vereins kann jeder werden, der bereit ist, den Vereinszweck zu fördern, insbe-sondere den Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
Die Aufnahme eins Mitglieds erfolgt aufgrund einer Beitrittserklärung durch den Vorstand. Soll eine Aufnahme abgelehnt werden, so entscheidet die Mitgliederversammlung in der Jahreshauptversammlung.

Personen, auch Nichtmitglieder des Vereins, die sich um die Aufgaben des Vereins oder um den Willibrordi-Dom besonders verdient gemacht haben, können durch die Mitgliederver-sammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenmitglieder sind von der Beitragsleis-tung befreit, haben aber im Übrigen alle Rechte eines Vereinsmitgliedes.


§ 5   Rechte und Pflichten der Mitglieder


Jedes Mitglied ist verpflichtet, jährlich einen Beitrag zu zahlen. Über die Höhe des Beitrages beschließt die Mitgliederversammlung.
Als Förderer des Vereins gilt, wer einen erhöhten Beitrag zahlt. Die Höhe des von Förderern des Vereins zu zahlenden Beitrags wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt.
Sämtliche Mitglieder des Vereins haben die gleichen Recht und Pflichten, insbesondere gleiches Stimmrecht.


§ 6   Beendigung der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft erlischt:

    a) durch Tod,
    b) durch Austritt aus dem Verein,
    c) durch Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte,
    d) durch Ausschließung.

Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es mit zwei Jahresbeiträgen nach zwei-maliger Mahnung länger als einen Monat im Verzug bleibt. Im Übrigen ist der Ausschluss aus dem Verein bei wichtigem Grund möglich. Über den Ausschluss entscheidet die Mitglieder-versammlung.
Der Austritt aus dem Verein kann nur zum Schlusse eines Geschäftsjahres durch schriftliche Anzeige an den Vorstand mit einer Frist von drei Monate erklärt werden.


§ 7   Organe des Vereins und Bekenntnisbindung der Mitarbeiter


(1)
Organe des Vereins sind:

a) der Vorstand,
b) die Mitgliederversammlung.


(2)
Die Mitglieder des Vorstandes sowie die Mitarbeiter in leitender Stellung müssen, die übrigen Mitarbeiter und die natürlichen Mitglieder des Vereins sollen einem christlichen Bekenntnis angehören.


§ 8   Der Vorstand


Der Vorstand besteht aus acht Mitgliedern, nämlich:

1. dem Vorsitzenden,
2. dem stellvertr. Vorsitzenden,
3. dem Schatzmeister,
4. dem Schriftführer und
5. bis 8. den Beisitzern.

Der Vorsitzende, der stellvertr. Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer werden von der Mitgliederversammlung gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder werden vom Pres-byterium der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel gewählt und in den Vorstand entsandt.

Der Vorsitzende oder sein Stellvertreter beruft den Vorstand ein, sooft es die Belange des Vereins erfordern, jedoch mindestens einmal im Monat. Er leitet die Versammlung des Vor-standes. Die Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst.
Der Schriftführer hat über jede Verhandlung des Vorstandes ein Protokoll anzufertigen, ins-besondere aber die Beschlüsse des Vorstandes aufzuzeichnen.
Der Schatzmeister verwaltet die Vereinskasse und führt ordnungsmäßig Buch über die Ein-nahmen und Ausgaben. Er hat der Mitgliederversammlung einen mit Belegen versehenen Rechnungsbericht zu erstatten.
Die Beisitzer haben insbesondere die Aufgabe, die Verbindung zwischen dem Vorstand, dem Verein und der evangelischen Gemeinde aufrechtzuerhalten und zu stärken.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich nach außen hin von dem 1. Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied vertreten. Die Vertreter sind an die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung gebunden.

Die Vorstandsmitglieder werden auf die Dauer von drei Geschäftsjahren gewählt.
Der Vorstand bleibt nach Ablauf der Wahlzeit im Amt bis zur Wahl des neuen Vorstands. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand kann bei Bedarf Sachverständige zu bestimmten Sach-fragen beiziehen. Er kann Arbeitsausschüsse bilden, zu denen auch Nichtmitglieder zuge-zogen werden können.


§ 9   Mitgliederversammlung


Die ordentliche Hauptversammlung des Vereins findet in jedem Jahr in der Zeit zwischen dem 1. September und 30. November statt.
Die Einladung zur Mitgliederversammlung hat mindestens vierzehn Tage vorher schriftlich durch den Vorstand unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu erfolgen.

Die Hauptversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens fünfundzwanzig Mitglieder des Vereins anwesend sind. Für den Fall, dass die Hauptversammlung nicht beschlussfähig sein sollte, ist eine neue Mitgliederversammlung anzuberaumen die in jedem Falle beschlussfähig ist.

Die Einladung zu dieser zweiten Hauptversammlung kann zugleich mit der Einladung zur ersten Hauptversammlung ergehen.
Die Versammlung wird von dem Vorsitzenden des Vereins oder seinem Stellvertreter geleitet. Regelmäßige Gegenstände der Beratung und Beschlussfassung sind:

a) der Jahresbericht des Vorstandes, der von dem Vorsitzenden oder seinem Stellver-treter zu erstatten ist,
b) der Rechnungsbericht des Schatzmeisters,
c) die Wahl der Kassen- und Rechnungsprüfer,
d) Entlastung des Vorstandes,
e) Neuwahlen zum Vorstand.

Die Rechnungs- und Kassenprüfung erfolgt durch einen Prüfungsausschuss, der aus drei Mit-gliedern des Vereins besteht, die nicht dem Vorstand angehören dürfen.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind zu berufen, wenn die Interessen des Vereins es erfordern oder wenn mindestens zwanzig Mitglieder schriftlich unter Angabe des Grundes eine solche verlangen.

Die Beschlussfassung in der Mitgliederversammlung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit aller in der Versammlung anwesenden Mitglieder soweit nicht nach den Vorschriften des BGB eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist.
Bei der Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes haben die Vorstandsmitglieder kein Stimmrecht. Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt durch Zuruf. Auf Antrag eines Mit-gliedes hat die Wahl jedoch in geheimer Abstimmung zu erfolgen.
Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Wahlperiode aus, so findet die Ersatzwahl bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung statt.

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind durch den Schriftführer aufzuzeichnen und von dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.


§ 10   Zustimmung zur Satzungsänderung und zur Auflösung


Satzungsänderungen sowie der Beschluss über die Auflösung des Vereins bedürfen der Zu-stimmung des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche im Rheinland.


§ 11   Auflösung des Vereins


Die Auflösung des Vereins kann nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgen. Zu dem Beschluss ist eine Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder erforderlich.
Im Falle der Auflösung des Vereins fällt dessen Vermögen an die Evangelische Kirchenge-meinde zu Wesel, die es unimittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.